Aloe Vera – geschichtliches

Die Aloe wird schon in der Bibel als Räuchermittel und Zutat zur Einbalsamierung erwähnt. Doch wahrscheinlich handelt es sich bei dieser Pflanze nicht um die Aloe, die wir als Aloe kennen.

Auch bei anderen Erwähnungen der Aloe aus dem Altertum ist es unklar, ob die Aloe vera gemeint ist oder eine andere Pflanze.

Alexander der Grosse soll die Aloe zur Wundbehandlung bei seinen
Kriegern eingesetzt haben.

Auch Dioskurides erwähnt schon eine Aloe mit wundheilenden, abführenden und weiteren Wirkungen. Diese Wirkungen deuten darauf hin, dass es sich bei der von ihm beschriebenen Aloe tatsächlich um Aloe-Vera handelt.

In manchen Naturvölkern wurde die Aloe als Abtreibungsmittel verwendet, was wohl auf die giftige Wirkung des Aloe-Harzes zurückzuführen ist.

Von ihrer ursprünglichen Heimat in Arabien ausgehend verbreitete sich die Aloe vera nach und nach in andere trockene Gegenden und wurde auch in Europa bekannt. Nach Europa kam die Aloe normalerweise nicht als Frischpflanze, sondern als eingedicktes Granulat, das üblicherweise auch das reizende Aloe-Harz enthielt. Daher war die Aloe damals vor allem als Abführmittel bekannt.

 

Kolumbus soll angeblich frische Aloe in Töpfen mit auf seine Reisen genommen haben, um ein Heilmittel zur Hand zu haben.

Die spanischen Eroberer brachten die Aloe schließlich auch nach Mittel- und Südamerika, wo die Pflanze von den dortigen Einwohnern gerne angenommen und verwendet wurde.

Im zwanzigsten Jahrhundert wurde die Aloe als Mittel gegen Verbrennungen verwendet, unter anderem auch zur Behandlung der Schäden durch Strahlenbehandlung.

Ab dem Beginn des 21. Jahrhunderts erlebt die Aloe vera einen ausgeprägten Boom. Von manchem Anbieter wird sie als Allheilmittel vermarktet, was wohl etwas übertrieben ist.

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